Kreativ sein kann jeder

Kreativität ist heute in allen Lebensbereichen gefragt – egal, ob in alltäglichen Dingen oder im Beruf. In vielen Berufen ist Kreativität eine Grundvoraussetzung. Nur wie kommt man dazu, sich nicht immer wieder selbst samt seiner Ideen zu reproduzieren?
Das ist gar nicht so schwer, denn Kreativität kann jeder erlernen:
Mit einigen Tipps und Techniken ist es möglich, der Kreativität neuen Impulse zu setzen.

Wenn der Kopf keine neuen Ideen mehr produziert

Oft sprüht man geradezu vor Ideen. Doch es gibt Phasen, in denen einen nichts einzufallen scheint. Der Kopf ist leer, die ausgedachten Gedanken scheinen schal und bereits mehrfach von den Mitbewerbern verwendet worden zu sein.

Wer kennt das nicht: Man sitzt in einem Meeting, neue Ideen sind gefragt und das sprichwörtliche „Brett vor dem Kopf” will einfach nicht verschwinden.

Jeder Mensch ist kreativ

Keine Sorge, denn es gibt die Möglichkeit, Kreativität zu schulen und somit das Potenzial hinter dem Ofen hervorzulocken. Wir zeigen einige Tipps, wie das geht.

Zunächst einmal weg mit dem Vorurteil, dass sich die Menschheit in Kreative und Unkreative spaltet. Bereits 1950 stellte Joy Paul Guilford in einer Rede vor der Jahrestagung der American Psychological Association die These auf: „Jeder Mensch ist kreativ!”

Kreativ sein bedeutet …

Kreativität stammt vom lateinischen Wort „creare” ab und bedeutet so viel wie schaffen,erzeugen oder auch Vorhandenes in einen neuen Zusammenhang zu sehen.

Kreativ sein bedeutet, einen anderen Blickwinkel zu wählen, ungewohnte Zusammenhänge herzustellen, eine unübliche Form der Darstellung zu erstellen oder etwas Neues zu entwickeln.

Dabei kann es sich um ein Kunstwerk, eine neue Geschäftsidee oder eine unkonventionelle Problemlösung handeln.

Tipps für mehr Kreativität

So klappt’s auch mit mehr Ideen!

Kreative Augenblicke geschehen ­überall

Die besten und kreativsten Gedanken kommen oft, wenn wir sie nicht erwarten, beispielsweise beim Joggen, Autofahren oder vorm Einschlafen. Das ist nicht verwunderlich, denn in diesen Augenblicken sind wir besonders entspannt und unsere Gedanken und Ideen können ungehindert fließen.

7 Tipps für mehr Kreativität

  • Bewusste Auszeiten: Kreative Pausen helfen bei der Ideenfindung. Egal, ob wir die Entspannung und Ablenkung beim Joggen, Shoppen oder im Kaffeehaus finden, sollten wir auf Auszeiten achten und diese pflegen. Anstatt sich verbissen mit Aufgaben zu beschäftigen, bieten Ruhepausen Luft und Nährboden für neue Ansätze. Unser Unterbewusstsein arbeitet ja weiter und oft kommen gerade hierbei unvermittelte Lösung zustande.
  • Sag der Routine Ade: Wer Neues will, sollte gelegentlich die Routine durchbrechen. Der tägliche Ablauf kann bereits zum Frühstück mit einem Spaziergang und einem Coffee to Go geändert werden.
    Oft erscheinen bekannte und unspannende Dinge in anderen Situationen durchaus inspirierend. Beispielsweise ist eine Busfahrt in Indien ein ganz anderes Erlebnis als eine Busfahrt in München.
    Denn oft wiederholen wir, was wir gern haben, z. B. unser Lieblingslokal. Die größte Bremse ist unsere Neigung, auf alles sofort mit vorgefertigter Meinung zu reagieren. Vielleicht sollte man seine Umgebung einfach mal wieder neu entdecken und in die Rolle eines Touristen seine eigne Welt neu entdecken.
  • Austausch und Diskussion: Netzwerken und seine Gedankengänge mit unterschiedlichen Personen zu besprechen, ist oft inspirierend. Hilfreich ist ein bunter Bekanntenkreis. Wer Kontakte zu Menschen hat, die nicht ganz so ticken wie man selbst, Menschen mit anderen Berufen und Hintergründen, darf ebenfalls mit einem Kreativitätsschub rechnen. Soziale Vielfalt, egal ob im Beruf oder privat, erhöht die Bandbreite der Erfahrungen, mit denen wir in Berührung kommen. Die Vielfalt stimuliert, sie regt uns zu neuem Denken an. Dazu muss nicht immer mit den Bekannten unbedingt das aktuelle Arbeitsthema besprochen werden. Auch Bemerkungen eines Mitreisenden können – übertragen auf die eigenen Gedankengänge so machen Anstoß einer neuen Idee geben.
  • Reisen bildet und erweitert den Horizont: Neue Reize, Eindrücke und Erlebnisse liefern das Rohmaterial zur kreativen Neukombination.Im Ausland erlebt man praktisch wie von selbst Ungewohntes. Dort erscheint der Alltag bereits anders – der Einkauf, die Sprache, die Busfahrt oder der Besuch eines Restaurants. In der fremden Umgebung werden oftmals erlernte und nicht mehr hinterfragte Situationen neu erlebt.
  • Archivieren statt vergessen: Wenn man ein Notizbuch, sein Smartphone (mit Diktiergerät, Foto- und Videokamera) als ständigen Begleiter dabei hat, gehen keine Ideen mehr verloren. So schafft man sich ein Pool bzw. Archiv vieler wertvoller Ideen an.
  • Blick über den Tellerrand: Bereits Steve Jobs hat sich von asiatischen Kulturen, Zen oder Influenceren, herausragenden Menschen, inspirieren lassen.
  • Spaß haben: Neue Einfälle, spannende Zusammenhänge, toller Input bereichern das leben und geben ein gutes Gefühl.

Selbstverständlich gibt es viele Tipps und Methoden, um der Kreativität auf die Sprünge zu helfen. Nun bin ich gespannt, welche Tricks Ihr denn so nutzt, um kreative Ideen zu erschaffen?